Wenn Widerstand groß ist, schrumpfe das Ritual auf zwei Minuten: drei Atemzüge, ein Fakt, eine Absicht. Alles Weitere ist Bonus. Diese kleine Schwelle verhindert Aufschub und schützt Identität: Ich erscheine, auch wenn es schwer ist. Überraschend oft wächst die Praxis über die zwei Minuten hinaus. Und wenn nicht, genügt es dennoch. Konstanz entsteht, weil die Tür niedrig bleibt und das Kommen wichtiger ist als die Länge.
Blicke sonntags durch drei Linsen: Lernen, Loslassen, Loben. Was habe ich verstanden, was darf enden, was verdient Anerkennung? Notiere je drei Sätze. Diese Dreiteilung verhindert Tunnelblick, stärkt Selbstwirksamkeit und nährt motivierende Dankbarkeit. Du kalibrierst Kurs, ohne dich zu zerfasern. So wird die Woche zur Einheit, in der Fortschritt spürbar wird und die Abendpraxis einen würdigen, verbindenden Rahmen erhält.
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